Bremer Freiheit

Den Stoff lieferte ein authentischer Fall der Bremer Stadtgeschichte: die Geschichte der Bürgersfrau Geesche Gottfried (Margit Carstensen), verwitwete Miltenberg, die fünfzehn Menschen, darunter ihre Mutter, ihren Vater, ihre Kinder, zwei Ehemänner und weitere Personen ihrer nächsten Umgebung umgebracht und die bei ihren Mitbürgern das Ansehen einer durchaus ehrbaren, gottesfürchtigen Frau genossen hatte. Schließlich wurde sie doch entlarvt und 1831 bei der letzten öffentlichen Hinrichtung Bremens geköpft.

Aber BREMER FREIHEIT ist kein Kriminalstück, Ziel ist nicht die allmähliche Entlarvung eines Täters. Moritatenhaft werden die Morde wie auf einem Bilderbogen aneinandergereiht. Das Motiv der Mörderin interessiert in diesem Stück, nicht ihre Überführung. Geesche Gottfried mordet, weil sie frei sein will, weil sie nicht ‚Haustier’ sein will der Männer.

„Das war kein Leben, Michael, das Mutter führte, da ist der Tod ein Glück für einen Menschen“, sagt Geesche Gottfried nach dem Mord an ihrer Mutter.



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  Produktionsjahr
1972

Regie

Rainer Werner Fassbinder

Buch
Rainer Werner Fassbinder, nach seinem Theaterstück; Fernsehbearbeitung von Rainer Werner Fassbinder und Dietrich Lohmann unter Verwendung von Spielelementen, die von Rainer Werner Fassbinder mit dem Ensemble des Bremer Schauspielhauses entwickelt wurden

Kamera
Dietrich Lohmann, Hans Schugg, Peter Weyrich

Musik
Archiv

Schnitt
Friedrich Niquet, Monika Solzbacher

Ausstattung
Kurt Raab

Besetzung
Margit Carstensen (Geesche)
Ulli Lommel (Miltenberger)
Wolfgang Schenck (Gottfried)
Walter Sedlmayr (Pfarrer)
Wolfgang Kieling (Timm)
Rudolf Waldemar Brem (Vetter Bohm)
Kurt Raab (Zimmermann)
Fritz Schediwy (Johann)
Hanna Schygulla (Luise Maurer)
Rainer Werner Fassbinder (Rumpf)
Lilo Pempeit (Mutter)

Produktion
Telefilm Saar (im Auftrag des Saarländischen Rundfunks)

Format/Länge
MAZ 2 Zoll, Farbe, 87 min.


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