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07.05.2010
„Lola“ als Kleinbürgertragödie der 90er Jahre
Premiere 14. Mai am Potsdamer Hans Otto Theater
Nach der Uraufführung von 1999 unter der Regie von Armin Petras am Theater Nordhausen sind die Lola-Adaptionen für die Bühne bisher rar geblieben. Der zweite Teil aus Fassbinders BRD-Trilogie – im Film mit Barbara Sukowa als Lola, Armin Müller-Stahl als Baudezernenten von Bohm und Mario Adorf als Baulöwen Schuckert – ist ab dem 14. Mai am Hans Otto Theater zu erleben. Die erste Regiearbeit von Bruno Cathomas in Potsdam leistet dabei einen spannenden geschichtlichen Transfer: Sie verlegt das Geschehen aus den 50er Jahren West in die 90er Jahre Ost. In der Presseinformation ließt man zur Einführung: „Lola nach dem Film von Rainer Werner Fassbinder und dem Drehbuch von Peter Märthesheimer und Pea Fröhlich erzählt die archetypische Geschichte von einem ehrbaren Bürger, der durch die Liebe zu einer Hure in den Sumpf der Halbwelt hinabgezogen wird. In einer ostdeutschen Provinzhauptstadt der Nachwendezeit haben sich nach dem gewaltigen Bruch der deutschen Geschichte die Entscheidungsträger wieder miteinander eingerichtet. Unter dem Deckmantel von Anstand und Aufbauwillen werden munter krumme Geschäfte gemacht. Der frisch zugereiste Baudezernent von Bohm durchschaut den Kleinstadtfilz sofort. Doch als er sich in die Hure Lola verliebt und dadurch unter Druck gerät, kommt ihm sein Glaube an Moral und Integrität mehr und mehr abhanden.“ Lola in der Spielzeit 2010 am Hans Otto Theater:
- 14.05.2010 19:30 Uhr Premiere
- 15.05.2010 19:30 Uhr
- 23.05.2010 19:30 Uhr
- 28.05.2010 19:30 Uhr
- 06.06.2010 15:00 Uhr
- 12.06.2010 19:30 Uhr
- 02.07.2010 19:30 Uhr
Fotos: © HL Böhme
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